Samstag, 30. Mai 2009

Wir bestimmen unser Schicksal - Zitat Talmud

Achte auf Deine Gedanken
denn sie werden Worte.

Achte auf Deine Worte
denn sie werden Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen
denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten
denn sie werden dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter
denn er wird dein Schicksal.

Freitag, 29. Mai 2009

Spiritualität und Bewusstsein - eine wirkliche Veränderung?

Wenn ich mich mit Spiritualität und Bewusstsein befasse und diese in mein Leben integriere, verändere ich mein Leben!?

Wie alles im Leben hat auch diese Art von Veränderung aus meiner Sicht viele Facetten. Neben vielen Veränderungen gibt es dennoch einen Aspekt, der mir immer wieder auffällt: Ich nehme mich mit. So wie Ich mich mitnehme, wenn ich den Freund wechsele oder den Job oder mein Äußeres - so nehme ich mich auch mit, wenn ich mein Leben insofern verändere, dass ich mich mit Spiritualität und Bewusstsein befasse. bzw. Spiritualität und Bewusstsein ein Teil meines Lebens wird.
So ist mir bereits vor vielen Jahren aufgefallen, dass ich früher hohe Ansprüche an mich im Job hatte und später beim bewusst werden und Erkennen von Hintergründen.
Früher habe ich vieles über mich ergehen lassen, weil ich nicht gelernt hatte meine Grenzen zu ziehen und später tat ich das Gleiche, weil ich eigenverantwortlich handeln wollte. Ich lebte also weiterhin die Einseitigkeit der Auseinandersetzung, dh. nur mit mir, statt mich mit dem anderen auseinanderzusetzen.
Früher habe ich viel geträumt und mich oft der Realität entzogen - später wusste ich durch diverse Bücher, dass ich nur zu bestellen brauche und schon bekomme ich, was ich will. Irgendwann verstand ich, dass ich meiner Traumwelt nur ein neues Gesicht gab.

Mein Resümee: Trotz aller Erkenntnisse wirkt manchmal Unbewusstes, sodass wir einer alten Struktur nur ein neues Outfit geben, statt es zu verändern.

Donnerstag, 28. Mai 2009

Intensivseminar in Berlin - neuer Termin

Intensivseminar in Berlin

für alle, die in ihrem Leben etwas ändern wollen.

Teilnehmer: 6-8 Teilnehmer
Termin:
Freitag, den 17. Juli von 13:30 – 19 Uhr
Samstag, den 18. Juli von 10 – 17 Uhr
Sonntag, den 19. Juli von 10 – 16 Uhr

Mit Heike Behr und Michelle Amecke

Mittwoch, 20. Mai 2009

zuhören und mitfühlen

Ich stelle oft fest, dass viele Menschen sich schwer tun mit für sie unangenehmen Gefühlen eines anderen umzugehen. Ich erfahre es gerade bedingt durch einen Todesfall in der Familie. Es fragt selten jemand "wie geht es dir?" oder "brauchst du etwas?". Die meisten erzählen sofort von ihren Todesfällen in der Familie und ihren Erfahrungen - kaum jemand der bereit ist zuzuhören.

Aus meiner Erfahrung ist es die Hilflosigkeit, die die meisten nicht ertragen und die Konfrontation mit eigenen (unterdrückten) Gefühlen.

Sonntag, 17. Mai 2009

Wahrheit ist subjektiv

Stellen Sie sich vor, ein Erwachsener hatte als Kind einen Hund als Spielgefährten, vielleicht sogar als Freund und ein anderer wurde als Kind von einem Kind gebissen und hat eventuell sogar noch eine Narbe davon. Diese beiden Personen gehen spazieren und treffen einen Hund, der auf ihrem Weg sitzt. Nun werden die Beiden vermutlich den Hund mit anderen Augen sehen - sozusagen mit der Brille ihrer Vergangenheit.

Genauso ist unsere Wahrnehmung der Gegenwart geprägt von unserer Vergangenheit. Und das ist in dem Moment unsere Wahrheit. Ist uns bewusst, dass wir jeweils mit der Brille unserer Vergangenheit sehen, können wir die Wahrnehmung ändern - und damit unsere Wahrheit und Realität.

Dies ist ein wesentlicher Bestandteil bei einem Coaching und ebenso bei systemischen Aufstellungen und natürlich auch bei anderen Methoden.

Montag, 11. Mai 2009

Zitat - Seneca

Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen,
sondern unsere Meinung über die Dinge.

Sonntag, 10. Mai 2009

Zeitmanagement - die Säge schärfen (Autor unbekannt)

Für mich trifft die folgende Geschichte einen wichtigen Kern, wie wir es schaffen zu wenig Zeit zu haben:

Ein Spaziergänger beobachtet einen Waldarbeiter schon eine Weile bei dessen schweißtreibender Arbeit. „Wenn der so weiter macht, wird es den ganzen Nachmittag dauern, bis er mit dieser stumpfen Säge den Stamm durchtrennt hat,“ denkt er sich. Als der fleißige Mann mit der Säge eine Pause macht, sich den Schweiß aus dem Gesicht wischt und zur Wasserflasche greift, spricht der Spaziergänger ihn an: „Was machen Sie da?“ - „Ich säge den Stamm, durch.“ - „Aber ihre Säge ist völlig stumpf!“ - „Ja es ist wirklich sehr mühsam, es wird noch Stunden dauern.“ Der Spaziergänger nimmt all seinen Mut zusammen: „Mit einer scharfen Säge wären Sie sicher viel schneller fertig. Warum schärfen Sie ihre Säge nicht?“ - „Dafür habe ich keine Zeit!“

Samstag, 9. Mai 2009

Wie funktioniert Telefon-Coaching?

Das Coaching am Telefon funktioniert genauso wie in einem Praxisraum. Der Unterschied ist nur, dass man sich nicht sieht und das hat - wie alles im Leben – Vor- und Nachteile. Der Nachteil ist man könnte nicht Vorort eingreifen. Daher wäre ein Telefon-Coaching mit einem labilen Menschen eher ungeeignet. Einer der Vorteile ist, dass viele Klienten sich freier fühlen und weniger genieren heikle Themen anzusprechen – das Telefonat baut also eine Hemmschwelle ab. Ein weiterer und nicht zu unterschätzender Vorteil ist die eingesparte Zeit – der Klient spart sich oft 2 Stunden Fahrt.

Donnerstag, 7. Mai 2009

Familien- und System- Aufstellungen in Berlin

finden regelmäßig montags in Berlin- Schöneberg statt. Nächster Termin am 18. Mai 2009.

Aufstellungen für mehr Lebensfreude, kreative Problemlösungen und neue Perspektiven. Diese Arbeit bietet Raum für alle Anliegen und speziell für Themen wie
  • Liebevolle Beziehungen (zu sich selbst, zum Partner, zum Kind, …)
  • Zufriedenheit / Freude
  • Erfolg / finanzielle Fülle
  • Gesundheit
  • Wunschfigur
Durch Aufstellungen und andere geeignete Methoden betrachten wir die Anliegen der Teilnehmer in liebevoller Atmosphäre und geschütztem Raum. Dies erlaubt die Hintergründe
und damit verbundenen Verstrickungen zu erkennen. So bekommen wir eine Möglichkeit Lösungen zu finden.

Allgemeine Informationen zu Systemaufstellungen und Coaching finden Sie auch unter www.heikebehr.de.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Wenn wir alle Seiten von uns liebevoll annehmen...

Wenn wir erkennen, was zu uns gehört und alle Seiten liebevoll annehmen, sind wir im Fluss. Dann sind wir auch frei und sind offen für das, was das Leben uns schenkt.

Z.B. fühlen sich viele Menschen nicht wohl mit ihrem Gewicht. Manche haben ohne
ersichtlichen Anlass mehr Appetit, andere nehmen zu, obwohl sie nicht mehr essen
als vorher. Warum wir auch immer zunehmen oder nicht abnehmen, es gibt einen guten Grund für unser Gewicht. Unser Speck kann ein Schutzpanzer sein, an dem wir unbewusst festhalten. Oder wir halten an einem inneren Muster fest, was sich im Äußeren durch das Gewicht bemerkbar macht.

Der erste und wichtigste Schritt ist, dass wir die Gründe für unsere Probleme entdecken – und damit den Nutzen erkennen, den wir daraus ziehen. Wenn wir das verstehen,
können wir es annehmen und integrieren. So kommen wir in Fluss mit dem, was ist – und bereits die Erkenntnis der Ursache bringt Veränderung.

Dienstag, 5. Mai 2009

Ein Märchen von Heike Behr

Es war einmal ein Mädchen, das ging jeden Tag im Wald spazieren. Sie erfreute sich an den Blumen, den Bäumen und den Tieren, die sie sah und war sehr glücklich. Eines Tages traf sie einen Mann und sie erkannte nicht, dass er ein Räuber war. So vertraute sie ihm und folgte ihm zu der Blumenwiese, wo er sie hinführen wollte. Als sie weit genug im Wald waren raubte er sie aus. Dabei stürzte sie und verletzte sich so sehr, dass die Wunden sehr tief waren. Die Narben, die daraus entstanden, waren ebenfalls sehr tief.

Ab da an verabscheute sie Waldspaziergänge, Blumenwiesen und Männer. Sie blickte nur noch aus der Ferne auf den Wald und war sehr unglücklich. Eines Tages war das alles ganz normal – sie erinnerte sich nicht mehr und ging inzwischen wieder in Wälder. Doch das alles machte sie nicht mehr glücklich – weder der Wald, noch Blumenwiesen oder Beziehungen.

Da traf das Mädchen, die inzwischen Erwachsen war, eine alte weise Frau. Die alte Frau sah, dass sie oft sehr traurig ist und lud sie zu sich ein. Dort half sie ihr aus der Jacke, unter der die Narben sichtbar wurden. Als die alte Frau fragte, woher die Narben stammen, erinnerte sie sich an den Raub. Die Frau sprach eine ganze Weile mit ihr und nach und nach erinnerte sie sich auch daran, dass sie immer sehr glücklich war im Wald. Die Erinnerung an dieses Gefühl erfüllte ihr Herz und dieses Gefühl kam nun immer häufiger und immer intensiver zurück in ihr Leben. Bald darauf traf sie einen liebevollen Mann, den sie liebte und der sie liebte. Und da ihr Herz wieder ganz offen war, konnte sie seine Liebe dankbar annehmen. Auch wusste sie, dass er ihre Narben niemals absichtlich verletzte.

(Anmerkung: Es war auch einmal ein Junge, der…)

Montag, 4. Mai 2009

Zitat - Antoine de Saint-Exupéry

Um klarzusehen genügt ein Wechsel der Blickrichtung.

Sonntag, 3. Mai 2009

Der Weg der Freude - Teil 3

... und der Sinn des Lebens

Ich habe mich bereits als Kind gefragt, was der Sinn meines Lebens ist. Wie man sich vorstellen kann, hat sich die Antwort darauf im Laufe meines Lebens immer wieder verändert. Es gab eine Zeit, da dachte ich, ich möchte in meinem Leben einen guten Job in dem ich viel Geld verdiene, eine schöne Wohnung, eine Beziehung, Gesundheit,... Als ich es erreicht hatte, war ich entäuscht. Ich fand nicht, was ich gesucht hatte - ohne zu wissen was ich eigentlich suche. In späteren inneren Auseinandersetzungen mit dieser Zeit habe ich entdeckt, dass ich fast beleidigt war - ich hatte alles gegeben (schwieriges Studium zu Ende gebracht, 60 Std. die Woche gearbeitet, ..), aber nicht bekommen, was ich mir gewünscht hatte. Dann kam in unterschiedlichen Lebenssituationen immer wieder die Frage für mich auf - warum tue ich das, was ich gerade tue. Und ich musste mir immer wieder eingestehen, dass ich mir etwas davon erhoffe - Glück, Sicherheit, Freude,... Irgendwann legte sich bei mir ein Schalter um und ich erkannte, dass ein Weg für mich nur Sinn macht, wenn der Weg selbst bereits Sinn für mich macht und nicht erst die Erreichung des Endziels. Die einfachste Art dies zu schaffen ist bei jedem Schritt, den ich gehe etwas zu entdecken, was mir dabei Freude macht - dann hat es sich sozusagen bereits gelohnt. Um dies immer mehr in mein Leben zu integrieren habe ich in vielen Bereichen meines Lebens die Haltung verändert und damit auch das Ganze. Beispielsweise kann ich ein Zimmer aufräumen oder eine Wohnung putzen, weil es sein muss oder ich kann es für mich tun um mir meine Umgebung schön zu gestalten. Die erste Variante werde ich als Pflicht empfinden, die ich normalerweise lustlos verrichte. Die zweite Variante wird mir Freude bereiten, weil ich mir etwas Gutes tue und es mir schön mache. Das extremste Beispiel ist für mich nach wie vor das Zähne putzen. Als Kind in der Grundschule fand ich es anstrengend Zähne zu putzen und ich hatte überhaupt keine Lust dazu. Für mich war es besonders abends eine Qual, die ich erfüllen musste. Heute ist es das Gegenteil Ich finde Zähne putzen als Tätigkeit nach wie vor nicht besonders interessant, aber ich geniesse das Resultat und daher kann ich es heute mit Freude tun. So gibt es zahllose Beispiele und es kann ein Abenteuer sein, sich das Leben neu zu gestalten und den Weg der Freude zu gehen.

Samstag, 2. Mai 2009

Eine kleine Seele spricht mit Gott - Neale Donald Walsh

Einmal, vor zeitloser Zeit, da war eine kleine Seele, die sagte zu Gott: "Ich weiß, wer ich bin!" Und Gott antwortete: "Oh, das ist ja wunderbar! Wer bist du denn?" Die kleine Seele rief: "Ich bin das Licht!" Und auf Gottes Gesicht erstrahlte das schönste Lächeln. "Du hast recht", bestätigte er, "du bist das Licht!" Da war die kleine Seele überglücklich, denn sie hatte genau das entdeckt, was alle Seelen im Himmelreich herausfinden wollen. "Hey", sagte die kleine Seele, "das ist ja Klasse!"


Doch bald genügte es der kleinen Seele nicht mehr, zu wissen, wer sie war. Sie wurde unruhig, ganz tief drinnen, und wollte nun sein, wer sie war. So ging sie wieder zu Gott. Es ist übrigens keine schlechte Idee, sich an Gott zu wenden, wenn man das sein möchte, was man eigentlich ist.
Sie sagte: "Hallo Gott! Nun, da ich weiß, wer ich bin, könnte ich es nicht auch sein?" Und Gott antwortete der kleinen Seele: "Du meinst, dass du sein willst, was du schon längst bist?" "Also", sprach die kleine Seele, "es ist schon ein Unterschied, ob ich nur weiß, wer ich bin, oder ob ich es auch wirklich bin. Ich möchte fühlen, wie es ist, das Licht zu sein!" "Aber du bist doch das Licht", wiederholte Gott, und er lächelte wieder. Doch die kleine Seele jammerte: "Ja, aber ich möchte doch wissen, wie es sich anfühlt, das Licht zu sein!" Gott schmunzelte: "Nun, das hätte ich mir denken können. Du warst schon immer recht abenteuerlustig. Es gibt da nur eine Sache ...", und Gottes Gesicht wurde ernst. "Was denn?" fragte die kleine Seele. "Nun. Es gibt nichts anderes als Licht. Weißt du, ich habe nichts anderes erschaffen als das, was du bist. Und deshalb wird es nicht so einfach für dich, zu werden, wer du bist. Denn es gibt nichts, das nicht so ist wie du." "Wie?" fragte die kleine Seele und war ziemlich verwirrt. "Stell es dir so vor", begann Gott, "du bist wie der Schein einer Kerze in der Sonne. Das ist auch richtig so. Und neben dir gibt es noch viele Millionen Kerzen, die gemeinsam die Sonne bilden. Doch die Sonne wäre nicht die Sonne, wenn du fehlen würdest. Schon mit einer Kerze weniger wäre die Sonne nicht mehr die Sonne, denn sie könnte nicht mehr ganz so hell strahlen. Die große Frage ist also: Wie kannst du herausfinden, dass du Licht bist, wenn du überall von Licht umgeben bist?"

Da sagte die kleine Seele frech: "Du bist doch Gott! Überlege dir halt etwas!" "Du hast recht!" sagte Gott und lächelte wieder. "Und mir ist auch schon etwas eingefallen. Da du Licht bist und dich nicht erkennen kannst, wenn du nur von Licht umgeben bist, werden wir dich einfach mit Dunkelheit umhüllen."
"Was ist den Dunkelheit?" fragte die kleine Seele. Gott antwortete: "Die Dunkelheit ist das, was du nicht bist." "Werde ich Angst davor haben?" rief die kleine Seele. "Nur, wenn du Angst haben willst", antwortete Gott. "Es gibt überhaupt nichts, wovor du dich fürchten müsstest, es sei denn, du willst dich fürchten. Weißt du, die ganze Angst denken wir uns nur selbst aus." "Oh!", die kleine Seele nickte verständig und fühlte sich gleich wieder besser.
Dann erklärte Gott, dass oft erst das Gegenteil von dem erscheinen müsse, was man erfahren wolle. "Das ist ein großes Geschenk", sagte Gott, "denn ohne das Gegenteil könntest du nie erfahren, wie etwas wirklich ist. Du würdest Wärme nicht ohne Kälte erkennen, oben nicht ohne unten, schnell nicht ohne langsam. Du könntest rechts nicht ohne links erkennen, hier nicht ohne dort und jetzt nicht ohne später. Und wenn du von Dunkelheit umgeben bist", schloss Gott ab, "dann balle nicht deine Faust, und erhebe nicht deine Stimme, um die Dunkelheit zu verwünschen. Sei lieber ein Licht in der Dunkelheit, statt dich über sie zu ärgern. Dann wirst du wirklich wissen, wer du bist, und alle anderen werden es auch wissen. Lass dein Licht scheinen, damit die anderen sehen können, dass du etwas Besonderes bist." "Meinst du wirklich, es ist in Ordnung, wenn die anderen sehen können, dass ich etwas Besonderes bin?" "Natürlich!" Gott lächelte. "Es ist sogar sehr in Ordnung. Doch denke immer daran: etwas Besonderes zu sein heißt nicht, 'besser' zu sein. Jeder ist etwas Besonderes, jeder auf seine Weise. Doch die meisten haben das vergessen. Erst wenn sie merken, dass es für dich in Ordnung ist, etwas Besonderes zu sein, werden sie begreifen, dass es auch für sie in Ordnung ist." "Hey!" rief die kleine Seele und tanzte, hüpfte und lachte voller Freude. "Ich kann also so besonders sein, wie ich will!" "Ja, und du kannst auch sofort damit anfangen", sagte Gott, und tanzte, hüpfte und lachte mit der kleinen Seele. "Wie möchtest du denn besonders gerne sein?" "Was meinst du mit wie?" fragte die kleine Seele. "Das verstehe ich nicht...!" "Nun, das Licht zu sein bedeutet, etwas Besonderes zu sein. Und das kann sehr viel bedeuten. Es ist etwas Besonderes, freundlich zu sein. Es ist etwas Besonderes, sanft zu sein. Es ist etwas Besonderes, schöpferisch zu sein. Es ist etwas Besonderes, geduldig zu sein. Fallen dir noch andere Dinge ein, mit denen man etwas Besonderes sein kann?"

Die kleine Seele saß einen Moment lang ganz still da. Dann rief sie: "Ja, ich weiß eine ganze Menge anderer Dinge, mit denen man etwas Besonderes sein kann! Es ist etwas Besonderes hilfreich zu sein. Es ist etwas Besonderes, rücksichtsvoll zu sein, und es ist etwas Besonderes, miteinander zu teilen!" "Ja", stimmte Gott zu, "und all das kannst du jederzeit auf einmal sein - oder auch nur ein Teil davon. Dies ist die wahre Bedeutung davon, Licht zu sein."

"Ich weis, was ich sein will! Ich weiß, was ich sein will!" rief die kleine Seele ganz aufgeregt Ich möchte der Teil des Besonderen sein, den man .Vergebung' nennt. Ist zu vergeben nicht etwas Besonderes?" "Oh ja!" versicherte Gott der kleinen Seele. "Dies ist etwas ganz Besonderes!" "In Ordnung!" sagte die kleine Seele. Das ist es, was ich sein will. Ich möchte Vergebung sein. Ich möchte mich selbst als genau das erfahren." "Gut", sagte Gott, "doch da gibt es noch eine Sache, die du wissen solltest." Die kleine Seele wurde langsam etwas ungeduldig. Immer schien es irgendwelche Schwierigkeiten zu geben. "Was denn noch?" stöhnte sie.

"Es gibt keinen, dem du vergeben müsstest." "Keinen?" Die kleine Seele konnte kaum glauben, was Gott da sagte. "Keinen!" wiederholte Gott. "Alles, was ich erschaffen habe, ist vollkommen. Es gibt in meiner ganzen Schöpfung keine einzige Seele, die weniger vollkommen wäre als du. Schau dich doch mal um."
Da sah die kleine Seele, dass viele andere Seelen sich um sie herum versammelt hatten. Sie waren von überall her aus dem Himmelreich gekommen. Es hatte sich nämlich herumgesprochen, dass die kleine Seele eine ganz besondere Unterhaltung mit Gott führte, und jede Seele wollte hören, worüber die beiden sprachen. Als die kleine Seele die unzähligen anderen Seelen betrachtete, musste sie zugeben, dass Gott Recht hatte. Keine von ihnen war weniger schön, weniger strahlend oder weniger vollkommen als sie selbst. Die anderen Seelen waren so wundervoll, ihr Licht strahlte so hell, dass die kleine Seele kaum hinsehen konnte.
"Wem willst du nun vergeben?" fragte Gott. "Au weia, das wird aber wenig Spaß machen!" brummte die kleine Seele vor sich hin. "Ich möchte mich selbst als jemand erfahren, der vergibt. Ich hätte so gerne gewusst, wie man sich mit diesem Teil des Besonderen fühlt." Und so lernte die kleine Seele, wie es sich anfühlt, traurig zu sein.

Doch da trat eine freundliche Seele aus der großen Menge hervor. Sie sagte: "Sei nicht traurig, kleine Seele, ich will dir helfen." "Wirklich?" rief die kleine Seele. "Doch was kannst du für mich tun?" "Ich kann dir jemand bringen, dem du vergeben kannst!" "Oh wirklich?" "Ja, ganz bestimmt", kicherte die freundliche Seele. "Ich kann in dein nächstes Erdenleben kommen und dir etwas antun, damit du mir vergeben kannst." "Aber warum willst du das für mich tun?" fragte die kleine Seele. "Du bist doch ein vollkommenes Wesen! Deine Schwingungen sind so hoch, und dein Licht leuchtet so hell, dass ich dich kaum anschauen kann! Was bringt dich bloß dazu, deine Schwingungen so zu verringern, dass dein Licht dunkel und dicht wird? Du bist so licht, dass du auf den Sternen tanzen und in Gedankenschnelle durch das Himmelreich sausen kannst. Warum solltest du dich so schwer machen, um mir in meinem nächsten Leben etwas Böses antun zu können?"
"Ganz einfach!" sagte die freundliche Seele. "Weil ich dich lieb habe!"
Diese Antwort überraschte die kleine Seele. "Du brauchst nicht erstaunt zu sein", sagte die freundliche Seele. "Du hast dasselbe auch für mich getan. Weißt du es nicht mehr? Wir haben schon so oft miteinander getanzt. Ja, du und ich! Wir haben durch Äonen und alle Zeitalter hindurch und an vielen Orten miteinander gespielt. Du hast es nur vergessen. Wir beide sind schon alles gewesen. Wir waren schon oben und waren unten, wir waren schon rechts und waren links. Wir waren hier und waren dort, wir waren im Jetzt und waren im Später. Wir waren schon Mann und waren Frau, wir waren gut und waren schlecht - beide waren wir schon das Opfer, und beide waren wir der Schurke. So kommen wir immer wieder zusammen und helfen uns immer wieder, das auszudrücken, was wir wirklich sind. Und deshalb", erklärte die freundliche Seele weiter, "werde ich in dein nächstes Erdenleben kommen und der Bösewicht sein. Ich werde dir etwas Schreckliches antun, und dann kannst du dich als jemand erfahren, der vergibt."

"Aber was wirst du tun?" fragte die kleine Seele, nun doch etwas beunruhigt. "Was wird denn so schrecklich sein?" "Oh", sagte die freundliche Seele mit einem Lächeln, "uns wird schon was einfallen!" Dann wurde die freundliche Seele sehr ernst und sagte mit leiser Stimme: "Weißt du, mit einer Sache hast du vollkommen recht gehabt." "Mit was denn", wollte die kleine Seele wissen. "Ich muss meine Schwingung sehr weit herunterfahren und sehr schwer werden, um diese schreckliche Sache tun zu können. Ich muss so tun, als ob ich jemand wäre, der ich gar nicht bin. Und dafür muss ich dich um einen Gefallen bitten." "Du kannst dir wünschen, was du willst!" rief die kleine Seele, sprang umher und sang: "Hurra, ich werde vergeben können! Ich werde vergeben können!" Da bemerkte die kleine Seele, dass die freundliche Seele sehr still geworden war. "Was ist? Was kann ich für dich tun?" fragte die kleine Seele. "Du bist wirklich ein Engel, wenn du diese schreckliche Sache für mich tun willst!" Da unterbrach Gott die Unterhaltung der beiden Seelen: "Natürlich ist diese freundliche Seele ein Engel! Jedes Wesen ist ein Engel! Denke immer daran: Ich habe dir immer nur Engel geschickt!"
Die kleine Seele wollte doch so gern den Wunsch der freundlichen Seele erfüllen und fragte nochmals: "Sag schon was kann ich für dich tun?" Die freundliche Seele antwortete: "In dem Moment, in dem wir aufeinander treffen und ich dir das Schreckliche antue - in jenem Moment, in dem ich das Schlimmste tue, was du dir vorstellen kannst-, also in diesem Moment..." "Ja?" sagte die kleine Seele, ja...?" Die freundliche Seele wurde noch stiller. "...denke daran, wer ich wirklich bin!" "Oh, das werde ich bestimmt!" rief die kleine Seele. "Das verspreche ich dir! Ich werde mich immer so an dich erinnern, wie ich dich jetzt hier sehe!" "Gut!" sagte die freundliche Seele. "Weißt du, ich werde mich so verstellen müssen, dass ich mich selbst vergessen werde. Und wenn du dich nicht erinnerst, wie ich wirklich bin, dann werde ich mich selbst für eine sehr lange Zeit auch nicht daran erinnern können. Wenn ich vergesse, wer ich bin, dann kann es passieren, dass auch du vergisst, wer du bist. Und dann sind wir beide verloren. Dann brauchen wir eine weitere Seele, die in unser Leben kommt und uns daran erinnert, wer wir wirklich sind." Doch die kleine Seele versprach noch einmal: "Nein, wir werden nicht vergessen, wer wir sind! Ich werde mich an dich erinnern! Und ich werde dir sehr dankbar dafür sein, dass du mir dieses große Geschenk machst - das Geschenk, dass ich erfahren darf, wer ich wirklich bin."

Und so schlossen die beiden Seelen ihre Vereinbarung. Die kleine Seele begab sich in ein neues Erdenleben. Sie war ganz begeistert, dass sie das Licht war, das so besonders ist, und sie war so aufgeregt, dass sie jener Teil des Besonderen sein durfte, der "Vergebung" heißt. Sie wartete begierig darauf, sich selbst als Vergebung erfahren zu können und der anderen Seele dafür danken zu dürfen, dass sie diese Erfahrung möglich gemacht hat. Und in jedem Augenblick dieses neuen Erdenlebens, wann immer eine neue Seele auftauchte, ob sie nun Freude oder Traurigkeit brachte - natürlich besonders wenn sie Traurigkeit brachte -, fiel der kleinen Seele ein, was Gott ihr einst mit auf den Weg gegeben hatte:

"Denke stets daran", hatte Gott mit einem Lächeln gesagt, "ich habe dir immer nur Engel geschickt!"

Freitag, 1. Mai 2009

Der Weg der Freude - Teil 2

Wenn wir den Weg der Freude gehen, bekommt das Ziel eine andere Bedeutung. Wir genießen die einzelnen Schritte des Weges und bekommen automatisch einen Blick auf das, was wir bereits geschafft haben statt auf das. was uns noch vom Ziel fern hält. Dies hat viele Vorteile. Dazu gehören auch:
  • Wir leben im Jetzt statt in der Zukunft
  • Unser Glück ist unabhängig von der Erreichung der Ziele
  • Unsere Freude kann täglich sein statt in einzelnen Momenten der Zielerreichung
  • Unser Leben ist unabhängig von der Erfüllung unserer Erwartungen