Schritt 15 – mein Weg und mein Mitgefühl für mich
• meine Aktivitäten
Welche Aktivitäten habe ich für heute geplant? Ich stelle mir meinen Tag vor und überlege, wann und wie ich diese Aktivitäten sinnvoll in meinen Tag integriere.
Am Ende der geplanten Aktivitäten:
Was habe ich von meinem Weg erreicht; welchen Schritt bin ich gegangen?
Wenn ich ein oder mehr Aktivitäten nicht gemacht habe, übernehme ich diese für den nächsten Tag. Dann danke ich mir für das, was ich erreicht habe und danke innerlich für die Unterstützung, die ich bekommen habe. Dann ergänze ich mein Bild entsprechend.
Welche ein bis drei Aktivitäten plane ich für den morgigen Tag?
• mein Mitgefühl für mich
Bereits als Kinder lernen wir was gut und was schlecht, was lieb und was böse ist - bzw. wie unsere Bezugspersonen darüber denken. Da wir besonders als Kinder starke Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung haben, lernen wir uns so anzupassen, dass wir bekommen, was wir brauchen. Wenn unsere Bezugsperson beispielsweise auf unser wütendes Verhalten mit Ablehnung oder Bestrafung reagiert, werden wir unser Verhalten und darüber hinaus auch das Gefühl Wut an sich als schlecht interpretieren. Die meisten lernen nicht das Gefühl von dem Verhalten zu unterscheiden und Kanäle zu finden, wo Gefühle, wie beispielsweise die Wut ihren Platz haben kann und ausagiert werden kann - zum Beispiel beim Sport. Daher fangen wir an unsere Wut zu unterdrücken, zu verdrängen oder abzuspalten. Dann haben wir oft keinen oder wenig Bezug zu diesem Gefühl Im Extremfall glauben wir, dass wir niemals wütend sind.
Hinter unserem heutigen Verhalten steht meistens eine Ursache in der Vergangenheit.
Das Erlernte sitzt tief in uns. Wir sind der Überzeugung ein schlechter Mensch zu sein, wenn wir gewisse Gefühle oder Eigenschaften haben. Die Vorgehensweise der Verdrängung diente und dient uns als Schutz. Um uns also dafür zu öffnen, brauchen wir Mitgefühl mit uns selbst und eine Idee, dass wir auch mit diesen Gefühlen und Eigenschaften „gute Menschen“ sind.
Übung: Ich sage laut: „Ich bin richtig und gut so wie ich bin – mit allen Gefühlen und Eigenschaften.“
Dieser Satz begleitet mich durch meinen Tag. Beispielsweise kann ich den Satz auf ein Blatt Papier schreiben, das ich in meine Hosentasche stecke oder auf meinen Schreibtisch lege, sodass ich regelmäßig daran denke.
Sollte sich bei diesem Satz ein Widerstand einstellen, bin ich mitfühlend mit mir, indem ich meinen Widerstand akzeptiere. Ich sage laut: „Ich bin mitfühlend mit mir, so gut ich kann.“
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